Diakonie Schleswig-Holstein und Caritas

200.000 Euro für die Ukraine:


Kiel. 14.04.2022. Die schrecklichen Bilder und Nachrichten aus der Ukraine bewegen die ganze Welt. Millionen Menschen fliehen vor dem Krieg und sind verzweifelt. Viele kommen auf ihrer Flucht auch nach Schleswig-Holstein und brauchen unsere Unterstützung. Dank der enormen Hilfsbereitschaft der Schleswig-Holsteiner kann die „R.SH hilft helfen“-Stiftung jetzt 200.000 Euro an die Diakonie Schleswig-Holstein und die Caritas überreichen.

Der Krieg in der Ukraine tobt nun seit knapp zwei Monaten und bringt unvorstellbares Leid mit sich. Die Menschen in der Ukraine sind dringend auf unsere Unterstützung angewiesen und brauchen neben finanzieller und materieller Hilfe auch psychologische Unterstützung. In einer kurzfristigen Initiative hat die „R.SH hilft helfen“-Stiftung mit der Diakonie Schleswig-Holstein und der Caritas zwei Partner gefunden, die sich schon seit vielen Jahren für die Menschen in und aus der Ukraine stark machen. Die Stiftung von Radio Schleswig-Holstein hat jetzt insgesamt 200.000 Euro verteilt, die zu je 100.000 Euro an die Diakonie Schleswig-Holstein und die Caritas gehen.

„Sehr schnell nach Beginn des Kriegs war für uns klar, mit unserer R.SH hilft helfen-Stiftung eine Initiative für die Menschen in und aus der Ukraine zu starten. In unserem Radioprogramm haben wir die wichtige Arbeit von Diakonie und Caritas in der Ukraine oder bei uns in Schleswig-Holstein vorgestellt und zu Spenden aufgerufen. Das Ergebnis und die enorme Spendenbereitschaft aus dem ganzen Land haben uns überwältig. Dass unsere Hörerinnen und Hörer die „R.SH hilft helfen“-Stiftung auch in für sie persönlich schwierigen Zeiten unterstützen, macht uns unglaublich stolz und zeigt einmal mehr: Zusammen sind wir Schleswig-Holstein.“, so Dirk Klee, R.SH-Programmdirektor und Vorstandsvorsitzender der „R.SH hilft helfen“-Stiftung.

In Gemeinden, Vereinen und Firmen überall in Schleswig-Holstein sind kreative Aktionen entstanden, deren Einnahmen an die „R.SH hilft helfen“-Stiftung gespendet wurden. So haben die Fußballer vom TSV Stein bei einem Fußballspiel und die Gemeinde Ostenfeld bei

einem Friedensfeuer Spenden gesammelt, die Carl-Maria-von-Weber-Schule in Eutin hat über mehrere Wochen selbstgebackenen Kuchen in der Pause verkauft und der 8-jährige Justus aus Bad Oldesloe hat selbstgemachte Waffeln in seiner Straße verkauft und das Geld gespendet.


Caritas leistet tatkräftige Hilfe vor Ort

Scheckübergabe R.SH Caritas

Die Caritas ist seit Jahren in Osteuropa und vor allem auch der Ukraine aktiv und setzt sich dort für bessere Lebensbedingungen ein. Aktuell ist die Caritas intensiv an der Hilfe vor Ort beteiligt und stellt den Leidtragenden des Krieges Trinkwasser, Lebensmittel, Medikamente und weitere lebensnotwendige Güter zur Verfügung.

Die Caritas selbst ist berührt von der hohen Spendenbereitschaft der Menschen. „Noch vor ein paar Wochen haben wir geplant, mit einem vollgepackten Lastzug in die Ukraine zu fahren. Letztendlich sind es vier Lastzüge geworden. Die Hilfsbereitschaft bei uns in Norddeutschland ist wirklich beeindruckend. Dank der großzügigen Spende der R.SH hilft helfen-Stiftung, können wir die Menschen in der Ukraine weiterhin mit lebensnotwendigen Materialien versorgen.“, äußert sich Thomas Keitzl, Vorstandsmitglied Caritasverband.


Diakonie Schleswig-Holstein setzt auf Selbstbestimmtheit

Scheckübergabe R.SH Diakonie Schleswig-Holstein

Die Diakonie Schleswig-Holstein unterstützt die Menschen aus der Ukraine mit vielen Maßnahmen. Eine der wesentlichen Soforthilfen sind Gutscheine für den täglichen Bedarf. Die ukrainischen Familien in Schleswig-Holstein können mit diesen Gutschein sorgenfrei einkaufen gehen, ohne dabei aufzufallen. „Im Supermarkt sieht keiner, dass es sich dabei nicht um eine echte Kreditkarte oder Bankkarte handelt. Uns ist wichtig, die Würde der Menschen aufrechtzuerhalten. Das können wir dank der zahlreichen Spenden aus Schleswig-Holstein weiterhin gewährleisten.“, erklärt Heiko Naß, Landespastor und Vorstandsmitglied des Diakonischen Werkes. „Es geht dabei vor allem um Augenhöhe und Selbstbestimmung.“, fügt Friedrich Keller, Pressesprecher der Diakonie Schleswig-Holstein hinzu.